Als Menschen, die andere Menschen in Entwicklungsprozessen begleiten, wissen wir grundsätzlich, dass auch in unserer Arbeit Stereotype und Normvorstellungen eine Rolle spielen.
Dass auch wir Vorurteile haben, ist uns klar. Was das allerdings konkret für unsere Coachees, Teilnehmenden und die Qualität unserer Prozesse bedeutet, haben wir oft nicht auf dem Schirm. Viele Menschen können sich auf Bildungs- und Coachingprozesse nicht einlassen, weil sie immer wieder die Erfahrung gemacht haben, auf eine Begleitung zu treffen, die Diskriminierungserfahrungen nicht versteht, sich mit der eigenen Positionierung nicht auseinandergesetzt hat und keine Verantwortung für die eigene Voreingenommenheit übernimmt.
Gerade im systemischen Arbeiten, aber auch in vielen anderen Ansätzen verpflichten wir uns einer bestimmten Ethik und Grundhaltung: Wir agieren allparteilich, neugierig, offen und kontextualisierend. Wir überprüfen unsere Hypothesen und versuchen in unserem Denken möglichst flexibel zu bleiben. Warum? Um unseren Klient*innensystemen den wirkungsvollsten, hilfreichsten Prozess zu ermöglichen, zu dem wir fähig sind. Diese Gütekriterien leiten uns.
Schwierig kann es werden, wenn wir beginnen uns die eigene Erzählung darüber zu glauben, dass wir tatsächlich neutral sind und ohne Bias coachen.
In unserem Intensivkurs für vorurteilsbewusste Persönlichkeits- und Teamentwicklung laden wir dazu ein, mit systemischer Neugier den eigenen Verstrickungen in gesellschaftliche Normen und Schubladen auf die Spur zu kommen und den „vorurteilsbewussten Muskel“ zu trainieren. Mit theoretischer Einbettung, zahlreichen methodischen Instrumenten und gemeinsamer Fallarbeit üben wir die eigene Vielfalt als Ressource und Reflexionsinstrument zu nutzen sowie eine machtsensible und diskriminierungskritische Haltung in unsere Coachingpraxis einzunehmen. So erreichen wir mehr Bewusstheit, Empathie und Wirksamkeit.
Neugierig geworden? Hier erfährst du mehr über unser Angebot: